Bikesharing

Fahrrad leihen leicht gemacht: Ein Bikesharing Anbieter Vergleich

In unserem letzten Blog haben wir euch die verschiedenen Modelle gezeigt, mit denen ihr für kurze Zeit ein Fahrrad leihen könnt. Im Bikesharing haben sich in letzter Zeit viele neue Alternativen entwickelt. Es kann also nicht schaden, einen genaueren Blick auf dieses Thema zu werfen. Egal ob Call-a-Bike, Lime Bike, Uber Free oder Stadtrad: Alle Anbieter haben Vor- und Nachteile, die ihr kennen solltet. Manche sind besonders günstig, andere haben dafür besonders gute Fahrräder im Angebot. Ein kleiner Bikesharing Anbieter Vergleich ist auf jeden Fall hilfreich. So könnt ihr euch optimal auf den nächsten Städtetrip vorbereiten.

Wenn ihr nicht nur ein Fahrrad leihen möchtet, sondern im Alltag mehr Dinge mit euren Mitmenschen teilen möchtet, findet ihr hier eine Übersicht über die Möglichkeiten im Sharing.

Bikesharing Anbieter
Immer beliebter: Bikesharing Anbieter stellen Ihre Räder an Stations in der ganzen Stadt zur Verfügung

Welche Anbieter sind wo zu finden?

Jede Stadt hat seinen eigenen Marktführer für Bikesharing. Einige Städte bieten auch eigene Räder an. Aber welche Anbieter finden sich in deiner Stadt? Mit einer schnellen Internetsuche könnt ihr sehen, wer in eurer Stadt aktiv ist. Bei der Auswahl kann man generell drei Arten von Anbieters unterscheiden: Private Anbieter haben oft eine sehr gute User Experience und eine intuitive Bedienung zu bieten. Sie können dafür aber etwas teurer sein. In unserem Beispiel haben wir Lime Bike ausgewählt, um euch dessen Vor- und Nachteile näherzubringen. Städtische Anbieter wie Stadtrad in Hamburg sind demgegenüber oft etwas günstiger, da sie von der Politik unterstützt werden. In Hamburg könnt ihr das Angebot nahezu kostenfrei nutzen, wie ihr unten erfahren könnt. Dafür lässt die Qualität der Räder manchmal ein paar Wünsche offen.

Ein Mittelweg zwischen privaten und städtischen Anbietern ist die Deutsche Bahn. Mit ihrem Angebot von Call-a-Bike seid ihr in vielen Städten flexibel und könnt die Räder auch mehrere Tage am Stück nutzen. Die Preise sind in Ordnung. Die Fahrräder selbst bieten zwar nicht den höchsten Fahrspaß, sind aber zweckmäßig und stabil. So kommt ihr sicher vom Bahnhof zum Hotel oder von dort in die Innenstadt.

Call-a-Bike

Die Deutsche Bahn hat schon vor einigen Jahren begonnen, ein eigenes flächendeckendes Bikesharing-Angebot aufzustellen. Mit Call-a-Bike ist der Konzern mittlerweile in 60 Städten vertreten und bietet insgesamt über 16.000 Fahrräder an. Natürlich sind die Räder oft so platziert, dass ihr am Bahnhof direkt auf eines der markanten Räder mit dem hochgeklappten Gepäckträger steigen könnt. So bietet die Bahn eine gute Möglichkeit, den sprichwörtlichen „letzten Kilometer“ zurückzulegen. Bei den Preisen hat die Deutsche Bahn ausnahmsweise darauf geachtet, eine übersichtliche und einprägsame Tarifstruktur zu nutzen. Jede halbe Stunde kostet einen Euro, am Tag können maximal 15 Euro anfallen. Bei Bahncard-Inhabern, Studenten und Senioren liegt der Tageshöchstwert bei 12 Euro. Leider haben wir schon die Erfahrung gemacht, dass die Räder hin und wieder Schäden aufweisen können. Im Allgemeinen ist die Qualität aber in Ordnung und man kann kurze Strecken gut mit den Fahrrädern zurücklegen.

Der Vorteil von Call-a-Bike liegt auf der Hand: Durch das einheitliche Preissystem, die große Anzahl an teilnehmenden Städten und einer gut funktionierenden Infrastruktur ist die Call-a-Bike-App sicher eine sinnvolle Sache. Sie bietet vor allem Bahnfahrern die nötige Flexibilität, um die Mobilität bei Bahnreisen sicherzustellen. Den ganz großen Fahrspaß solltet ihr mit diesen funktionsoptimierten Fahrrädern allerdings nicht erwarten.

Lime Bike

Frankfurt am Main, Bremen und Berlin. Das sind die aktuellen Standorte von LimeBike. Das junge Unternehmen hat sich zwar auf E-Scooter spezialisiert (gehe hier zu unserem Blog über E-Scooter und Roller), bietet in den drei Städten aber auch Fahrräder an. In Berlin könnt ihr euch sogar E-Bikes ausleihen. Die Nutzung ist angenehm einfach und man hat in einer Minute sein Benutzerkonto erstellt. Die Bezahlung läuft über die Kreditkarte. Von Vorteil ist hierbei, dass ihr über die App nicht nur die Räder, sondern auch Roller von Lime nutzen könnt. Sie stehen euch in Deutschland aktuell in sechs weiteren Städten zur Verfügung. Bei den Preisen hat lime sich ein Beispiel an Call-a-Bike genommen. Auch hier kostet jede halbe Stunde einen Euro. Bei E-Bikes in Berlin kommen pro Minute noch einmal 12 Cent oben drauf.

Lime ist also in den drei Städten eine angenehme Alternative. Da die Räder aber nicht das Hauptgeschäft von Lime sind, solltet ihr euch nicht zu sehr darauf verlassen. Schaden kann sich eine Anmeldung aber sicher nicht, wenn ihr vor Ort seid.

Fahrrad eines Sharing Anbieters: Uber Jump
Ein Uber Jump Fahrrad: Dieser Bikesharing Anbieter ist nun in Berlin.

Stadtrad

Neben der Deutschen Bahn und einigen privaten Anbietern wie Lime Bike bieten immer mehr Städte ein eigenes Angebot im Bikesharing an. Exemplarisch möchten wir euch Stadtrad aus Hamburg vorstellen. Die Stadt bietet euch damit ein nahezu unschlagbares Angebot: Ihr meldet euch einmal für fünf Euro Jahresgebühr an, bekommt diese aber als Guthaben wieder angerechnet und könnt nun jeweils für eine halbe Stunde umsonst fahren. Erst ab der 31. Minute zahlt ihr 10 Cent pro Minute. Es kommt jedoch eher selten vor, dass eine Fahrradstrecke länger als 30 Minuten dauert. Und wenn doch, sucht ihr nach 20 Minuten nach dem nächstgelegenen Rad auf eurer Strecke und tauscht die Räder aus. So solltet ihr stets kostenlos durch Hamburg radeln können. Da Stadtrad seit einiger Zeit mit der Deutschen Bahn kooperiert und dessen Räder nutzt, sollten auch genügend Räder zu finden sein.

Die dazugehörige App hat in unserem Test gut funktioniert. Das Angebot an Fahrrädern war immer ausreichend. Nur einmal hingen wir abends am Elbstrand fest. Die letzten Räder wurden uns von anderen Nutzern weggeschnappt.

Der Bikesharing Anbieter Vergleich zusammengefasst

Anbieter für Bikesharing unterscheiden sich also in einigen Punkten voneinander. Die grundsätzliche Geschäftsidee ist jedoch die selbe: Ihr mietet über eine App ein freies Fahrrad und bezahlt direkt über die in der App hinterlegte Zahlungsweise. Mit der Deutschen Bahn hat dieses Land einen großen Anbieter, der in vielen Städten die Grundbedürfnisse auf Sharing-Fahrräder erfüllt. Darüber hinaus bieten einige Städte ein eigenes System an, teilweise in Kooperation mit der Bahn. Auch private Anbieter sind zu finden, in unserem Beispiel war es Lime Bike. Diese bieten ein angenehmes Miet-Erlebnis und kosten auch nicht die Welt. Schaut euch einfach an, welche Angebote in eurer Stadt zu finden sind. Im Zweifel kann die App der Deutschen Bahn auf dem Handy helfen. Damit solltet ihr gut gerüstet sein, um die nächste Stadt mit dem Rad erkunden zu können.

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