Fahrrad leihen

Ein Fahrrad leihen: Eure Möglichkeiten im Bikesharing

Fahrräder kann man mittlerweile auf ganz unterschiedliche Arten nutzen. Es muss nicht immer das eigene Rad sein. Je nach Situation macht es mehr Sinn, eine Fahrrad Flatrate, eine Fahrradmiete oder Bikesharing in Anspruch zu nehmen. Was die Unterschiede dieser Modelle sind und wann welches Modell am meisten Sinn macht, erklären wir euch hier. Wir zeigen euch beim Fahrrad leihen Alternativen auf, die genau zu eurer Situation passen. Dazu stellen wir die größten Anbieter vor. Welche weiteren Formen es im Sharing gibt, findet ihr in weiteren Blogs.

Allgemeine Situation

Ein Wochenende in Hamburg, vier Tage in Berlin oder für zwei Nächte nach Amsterdam. Die Deutschen fahren immer öfter für einen Kurztrip in den Städteurlaub. Dank Flatsharing wie AirBnB fallen dabei nur geringe Kosten an und ihr könnt mehrfach im Jahr für ein Wochenende dem Alltag entfliehen. Um die Reise auch mit einem guten Gewissen zu erleben, wird schon bei der An- und Abreise auf die Nachhaltigkeit geachtet. Die Bahn wäre dabei natürlich die erste Wahl, zumal man sich die lästige Parkplatzsuche ersparen kann. Doch auch wenn man mit dem möglichst voll besetzten Auto zum Zielort fährt, macht es keinen Sinn die Stadt im PKW zu erkunden. Der Bus ist zwar eine Alternative, doch so richtiges Urlaubsfeeling stellt sich darin auch nicht ein. Manche Städte besitzen zwar ein gutes U-Bahn-Netz, in dem jeder schnell von A nach B kommt, doch so richtig spannend ist der Blick auf dessen Fenstern ja nicht. Höchstens die Straßenbahn gibt einem die Gelegenheit, die Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Doch diese ist nur in wenigens Städten so modern und gut ausgebaut, dass es wirklich Spaß macht, dort längere Zeit zu verbringen.

Die ultimative Möglichkeit, viel von der Stadt zu sehen, sind Fahrräder. Bei gutem Wetter gibt es kaum etwas schöneres, als durch Stadtparks zu fahren, spontan an der Eisdiele zu halten und am Abend dann Richtung Restaurant aufzubrechen. Kein Warten auf die Bahn, keine Parkplatzsuche und kein schlechtes Gewissen, Abgase in die Stadt zu pumpen Immer mehr Städte bieten ein Radwegenetz, auf dem man sicher und nachhaltig durch die Stadt radeln kann. In Berlin könnt ihr euch zum Beispiel ein Fahrrad leihen und auf das engmaschige Radwegenetz verlassen, mit dem ihr jede wichtige Sehenswürdigkeit erreichen könnt. Schaut mal in das Radwegenetz der Stadt.

Fahrrad leihen
Ebike oder Fahrrad leihen – es gibt verschiedene Angebote

Bevor es allerdings losgehen kann, solltet ich euch kurz schlau machen, welchen Fahrradverleih ihr in eurer Stadt nutzen möchtet. Ihr werdet vermutlich darauf verzichten wollen, euer eigenes Rad mit in den Urlaub zu nehmen. Es ist ja ein recht sperriges Reisegepäck, dass wohl kaum in den Kofferraum passt. Mit der Deutschen Bahn habt ihr ja schon genug zu kämpfen, wenn der geplant Zug Verspätung hat und der Anschlusszug verpasst wurde. Da macht das Fahrrad das Ganze nur noch komplizierter. Außerdem müsste ihr für die Fahrradmitnahme noch ein paar Euro oben drauflegen. Dieses Geld könnt ihr auch in ein vernünftiges Mietfahrrad oder ins BikeSharing investieren. Damit solltet ihr schon den einen oder anderen Tag auskommen. Denn eins ist sicher: Fahrräder auf dem Städtetrip zu nutzen ist oft günstiger als ihr denkt. Da es aktuell es keinen Marktführer gibt, der in allen Städten so viele Räder anbietet, dass ihr ihm uneingeschränkt vertrauen könntet, solltet ihr euch spätestens bei der Anreise kurz über die Alternativen schlau machen. Denn zwischen Mieträdern, gemieteten E-Bikes und Bikesharing besteht ein deutlicher Unterschied. Die Nutzung kann mal einfacher, mal komplizierter sein. Und zuletzt gibt es hier auch große preisliche Unterschiede. Wir bringen hier etwas Licht ins Dunkle und helfen bei der Auswahl des richtigen Fahrrads in der Großstadt.

Fahrräder könnt ihr generell auf drei verschiedene Weisen mieten: Ihr könnt sie monatsweise mieten, wie zum Beispiel über Swapfiets. Die wochen- oder tageweise Miete kennt ihr bestimmt schon gut. Zuletzt könnt ihr auch ein Sharing-Modell in Anspruch nehmen, bei dem Ihr ein Rad an einer Station in der Stadt mitnehmt, eine kurze Zeit lang nutzt, und anschließend an einer anderen Station an anderer Stelle abstellt. Diese Variante könnt ihr in manchen Städten auch im Free Float nutzen. Dabei gibt es keine festen Stationen, ihr könnt die Räder innerhalb des Stadtgebiets frei nutzen und am Straßenrand abstellen.

Monatliche Miete – Die Fahrrad leihen mal anders

Die monatsweise Fahrradmiete ist sicherlich nicht interessant, wenn ihr nur ein Wochenende zu Gast seid. Dieses Modell ist deutlich interessanter, wenn ihr zum Beispiel ein Studium beginnt oder einfach 2 linke Hände habt. Solltet ihr nämlich einen Schaden haben, könnt ihr das alte Rad zurückbringen oder abholen lassen. Im Tausch bekommt ihr ein neues Rad und weiter geht´s! Dieses Modell kommt, wer hätte es erraten, aus den Niederlanden. Das ehemalige Startup hat von Holland aus bereits große Teile Deutschlands, Dänemarks und Belgiens erobert. Alleine in Deutschland können die „Fietsen“ mit den markant blauen Vorderrädern in über 20 Städten gemietet werden. Für 15 bis 20 Euro im Monat bekommt ihr ein solides Rad der Marke Union, das absolut alltagstauglich ist. Es bietet sowohl für Männer als auch für Frauen einen hohen Fahrkomfort. Diese „Fahrrad-Flatrate“ besticht vor allem durch das monatlich kündbare Abo. Solltet ihr also den Wohnort wechseln und in einer der 21 Städte ein Fahrrad leihen oder kaufen wollen, kann Swapfiets euch kurzfristig einen guten Start bieten. Nach ein paar Wochen Probefahrt könnt ihr ja immer noch überlegen, ob es sich lohnt, ein eigenes Rad anzuschaffen.

Wohnt ihr etwas außerhalb? Oder ist euer Arbeitsplatz ein paar Kilometer von eurem Wohnort entfernt? Dann könnt ihr, aktuell nur in Münster und München, über ein neues Swapfiets-Angebot nachdenken. Für 75 Euro im Monat bieten die Holländer nun auch E-Bikes an. Auch hier wurde Wert auf eine gute Qualität und Fahrkomfort gelegt. Da in Münster aktuell aufgrund der großen Nachfrage eine Wartezeit von rund 6 Wochen ausgeschrieben ist, gehen wir davon aus, dass sehr bald weitere Städte vom E-Bike-Angebot profitieren können. Gerne würden wir euch eine Alternative zu Swapfiets zeigen, doch bisher ist uns kein Anbieter mit einem ähnlichen Angebot bekannt. Vielleicht kommt da ja demnächst noch mehr!

Tage- und wochenweise Miete – der klassische Fahrradverleih mit neuen Möglichkeiten

Dieses Angebot nutzen Menschen schon, seitdem man ein Fahrrad leihen kann. Besonders auf den Nord- und Ostseeinseln boomt der Fahrradverleih schon seit Jahren. In letzter Zeit wurden dabei immer mehr E-Bikes ins Portfolio aufgenommen. Kein Wunder, gerade am Meer bläst ja andauernd der Wind. Den kann man mit einem kleinen Motor schnell vergessen machen. Ganz besonders wächst das Angebot von E-Bikes vor allem in den Bergen. Hier ist es ohne die kleine Hilfe nahezu unmöglich, eine gemütliche Radtour zu machen. Das haben die Fahrradhersteller genau erkannt. So wirbt der Permium-Hersteller Stromer mit dem Slogan „Make the alps disappear!“. Doch neben dem klassischen Trakking-Bike werden elektrisch unterstütze Mountainbikes immer beliebter. Damit können auch die Berge, die man sonst nur im Winter auf Ski zu sehen bekommt, auch im Sommer erreichbar.

Für viele Tourismus-Regionen ergeben sich somit ganz neue Möglichkeiten. Um diese optimal auszuschöpfen, werden die E-Bikes oft schon für einen äußerst günstigen Preis angeboten. Oft bekommt man im örtlichen Sportladen einen solchen Kraftprotz schon für 30 bis 35 Euro am Tag. Wenn man bedenkt, dass die Räder im Neukauf kaum unter 3.000 Euro zu haben sind, ist das ein sehr guter Preis. Ihr müsstet schon 80 bis 100 Tage selbst fahren, um den Preis zu erreichen. Und dabei sind Reinigung, Wartung und weitere Serviceleistungen noch gar nicht berücksichtigt.

Klassischer Weise werden all diese Angebote von lokalen Sportgeschäften erstellt. Darüber hinaus findet ihr oft städtische Angebote. Wenn ihr noch flexibler sein wollt, sollte Bike-Sharing das richtige sein, hier sind die Mietzeiten noch kürzer und die Nutzung oft noch intuitiver.

Fahrrad leihen Holland
Der Trend aus Holland: Monatsweise ein Fahrrad leihen

Bikesharing – die günstige Alternative für kurze Strecken

Bei einem Städtetrip möchtet ihr die maximale Freiheit. Morgens eine kleine Radtour durch die Stadt, am Nachmittag dann zu Fuß durch die Shopping-Meile und abends mit der S-Bahn zum Musical oder Sportereignis. Da kann es lästig sein, ein Fahrrad über den ganzen Tag zu mieten. Zum Glück hat mittlerweile nahezu jede größere Stadt ein Bikesharing im Angebot. Dabei stehen die Räder in der Regel an vielen Stationen in der Stadt verteilt. Durch eine App könnt ihr euch schnell einen Account einrichten und direkt mit der Nutzung beginnen. Einfach auf der App das Fahrrad oder die Station auswählen, an der ihr aktuell steht, und das Fahrrad öffnet sich von selbst. Bei einigen Anbietern müsst ihr noch einen persönlichen PIN eingeben, aber auch das sollte ja kein Problem sein. Nun könnt die das Fahrrad leihen, um die gewünschte Strecke zu fahren. Am Zielort angekommen sucht ihr die nächste Station und stellt das Rad dort ab. Die Abrechnung erfolgt je nach Anbieter unterschiedlich. Einige rechnen pro Nutzungstag ab, in der Regel um die 10 bis 15 Euro am Tag. Andere berechnen nach gefahrener Zeit. Hier könnt ihr manchmal richtige Schnäppchen machen. Vor allem in internationalen Großstädten finden sich des Öfteren Angebote, bei denen ich für nur 3 Euro am Tag jedes Fahrrad für 30 Minuten nutzen könnt. Mit etwas Geschick und mal einem Fahrradwechsel mehr, kommt ihr dann damit hin. Sonst kostete eine halbe Stunde auch in Deutschland selten über einen Euro. So günstig werdet ihr auch mit dem ÖPNV nicht unterwegs sein. Und das bei deutlich mehr Flexibilität.

Hierzulande sind mit Nextbike, Call-a-Bike von der Deutschen Bahn und Stadtrad in Hamburg aktiv. Welcher dieser Anbieter am besten ist und worauf ihr bei der Nutzung achten solltet, findet ihr in unserem Blog zum Thema Bikesharing.

Viele Möglichkeiten bringen Flexibilität

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, auf Reisen ein Fahrrad zu nutzen. Gerade die neuen Anbieter für Bikesharing geben euch die Chance, euren Aufenthalt an anderen Orten sehr flexibel zu gestalten. Durch E-Bikes könnt ihr nun auch die Orte mit dem Rad erkunden, an denen ihr ohne Motor kaum eine Chance hättet. Durch monatliche Fahrrad Flatrates könnt ihr sogar bei längeren Aufenthalten oder gar im Alltag immer ein gutes Fahrrad parat haben, ohne es selbst besitzen zu müssen. Nun solltet ihr beim Fahrrad leihen Alternativen kennen. Nutzt also die neuen Möglichkeiten, die euch geboten werden, um günstig, gesund, nachhaltig und lebenswert durch die Welt zu radeln!

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