Verleihen gegen Geld

Verleihen gegen Geld: So geht´s, das müsst ihr beachten.

Habt ihr auch viele Dinge, die irgendwo rumstehen und fast nie gebraucht werden? Wir zeigen euch, wir ihr damit ein paar Euro nebenher verdienen könnt. Verleihen gegen Geld ist gut möglich, wenn ihr ein paar Dinge beachtet. Die wichtigsten Fragen beantworten wir für euch: Was müsst ihr beachten? Welche Portale könnt ihr nutzen? Und: Lohnt sich das ganze überhaupt? Zum Schluss zeigen wir euch unsere Idee einer Sharing Plattform und freuen uns auf eure Kommentare. Neue Ideen und einen Überblick darüber, was Sharing noch so kann, findet ihr hier.

Was ist mit Verleihen gegen Geld gemeint?

Die Idee ist simpel: Ihr nutzt eure Produkte, wenn Ihr sie braucht. Und wenn ihr gerade keinen Bedarf habt, bietet ihr sie euren Nachbarn an. Dafür bekommt ihr dann eine kleine Entschädigung. Dieses Modell wird in so manchen Vororten bereits gelebt. Nachbarn leihen sich dort untereinander Rasenmäher, Anhänger und Stehtische. In großen Städten sieht das jedoch anders aus. Wer kennt dort schon seinen Nachbarn mit Namen? Selbst das Grüßen im Treppenhaus gehört oft schon nicht mehr zum Alltag. Hand auf´s Herz: Habt ihr schon beim Nachbarn nach Mehl, Milch oder Zucker gefragt?

Die Angebote und Wünsche müssen also auf andere Weise kommuniziert werden. Hier kann das Internet Abhilfe schaffen. In Themenbereichen wir Bikesharing oder Carsharing gibt es bereits gute Angebote, die ihr selbst nutzen könnt. Einige Plattformen möchten genau dieses Problem lösen.

Verleihen gegen Geld
Gutes Geld? Durch Verleihen gegen Geld schont ihr die Umwelt und lebt nachhaltiger.

Was müsst ihr beachten?

In den Vororten basiert das Ausleihen auf gegenseitigem Vertrauen. Die Nachbarn kennen sich schon seit Jahrzehnten und wissen, wem sie ihre Dinge anvertrauen. Verleihen gegen Geld ist dort nicht angesagt, vielmehr ist es ein Geben und Nehmen. Wollt ihr, besonders in der Stadt, ein paar Euro dazuverdienen, müsst ihr dieses Vertrauen in eurer Nachbarschaft aufbauen. Dazu ist es sehr wichtig, saubere Produkte zu verleihen. Wer will schon eine dreckige Bierzeltgarnitur bekommen? Auch die Produktqualität sollte stimmen. Der Ausleiher erwartet schließlich, dass er damit gut umgehen kann. Beachtet also stets das Kredo „Ich biete nur das, was ich auch selbst ausleihen würde.“

Welche Portale könnt ihr nutzen?

In den letzten Jahren konnte sich noch keine Plattform zur gegenseitigen Leihe durchsetzen. Das hat verschiedene Gründe: Mal war das Portal unübersichtlich, mal haben schlicht zu wenig Anbieter ihre Produkte eingestellt. Es zeigt sich aber, dass regionale Angebote höheren Nutzen versprechen. Eine Lieferung über zwei Tage ist oft schon zu lang. Und eine Abholung über fünf Kilometer macht auch nicht jeder mit. Da nimmt man eher den Schraubendreher, als einen Akkuschrauber auszuleihen. Das Portal Nebenan.de dient zwar dazu, Nachbarschaften zu stärken, ihr könnt es aber sicher auch zur Vermietung eurer Produkte ausprobieren. Hier werden Inserate chronologisch angezeigt, sodass ihr ein Produkt vielleicht auch mal öfter anbieten müsst, bis ihr eine Anfrage bekommt. Um die Abwicklung der Leihe müsst ihr euch dann selbst kümmern. Wie findet die Übergabe und die Rückgrabe statt? Was muss beim Gebrauch beachtet werden? Und wie soll der Preis für die Leihe gezahlt werden?

Wie ihr seht, ihr das Verleihen gegen Geld nicht so einfach, wie man meinen mag. Auf sozialen Netzwerken gibt es auch einige Gruppen, die ähnliche Ideen verfolgen. Doch auch hier gibt es nur selten passende, regionale Angebote. Portale wie WhyOwnIt oder LeihDirWas haben es leider nicht zum durchschlagenden Erfolg gebracht. Nearby Sharing schickt sich aber nun an, ein solches Portal zu entwickeln.

Lohnt sich Verleihen gegen Geld überhaupt?

Zuletzt solltet ihr euch Gedanken machen, ob sich der Aufwand dafür lohnt. Kann Verleihen gegen Geld nützlich sein? Das hängt ganz von eurem Angebot ab. Mir Büchern und Kartenspielen werdet ihr sicher keine Millionäre. Aber mit guten, sauberen und nützlichen Produkten kann man bestimmt einige Euro verdienen. Warum nicht zur nächsten Party eine coole Eismaschine kaufen und diese dann weiter verleihen? Natürlich ist damit auch immer ein kleiner Aufwand verbunden, doch gerade zu Studienzeiten lässt sich so der eine oder andere Partyabend finanzieren.

Außerdem solltet ihr nicht nur das Geld als Antrieb sehen. Hierdurch lernt ihr auch neue Leute kennen. Ihr bekommt ein Gefühl für eure Nachbarschaft und bekommt im Gegenzug auch Produkte angeboten, die ihr selbst Nutzen könnt. Auch die Nachhaltigkeit sollte beim Verleihen nicht vergessen werden. Ihr tragt dazu bei, dass in eurer Nachbarschaft weniger gekauft werden muss. Die Keller und Abstellräume bleiben leerer und es wird weniger produziert. All das sollte beachtet werden, wenn ihr überlegt, Dinge zu verleihen. Wir sind der Überzeugung, dass nachhaltige Nutzung in den nächsten Jahren immer wichtiger wird. Carsharing und AirBnB machen es vor. Das Ende ist sicherlich noch nicht erreicht.

Zusammenfassung

Wie ihr seht, muss beim Verleihen gegen Geld einiges beachtet werden. Das richtige Portal, gute Produkte und ein angenehmes Miet-Erlebnis für euer Gegenüber können gute Argumente für euch sein. Regionalität hilft euch auch sehr, mit euren Produkten Geld zu verdienen. Nutzt einfach eure Möglichkeiten und probiert es aus. Schaut euch im sozialen Netzwerk um oder sucht nach Angeboten in eurer Stadt. Wie ihr selbst mehr nutzen und weniger kaufen könnt, haben wir euch in verschiedenen Artikeln beschrieben. (hier Links einfügen)

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