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Renovieren mit Freunden – Warum Werkzeug Sharing nicht nur Geld spart, sondern auch Zeit

Hi Leute, Umzüge und Renovierungen sind aufwendig, anstrengend und nervig.
Aber mit den richtigen Freunden kann man auch viel Spaß dabei haben. Und wenn man sich dann die teuersten Werkzeuge leiht, kann man auch noch richtig Geld sparen. Das durchs Werkzeug Sharing gesparte Geld investier lieber in eine Kiste Limo oder Bier, fuer die fleißigen Helfer. Das macht die ganze Sache schon deutlich angenehmer und am Abend könnt ihr die frisch renovierte Wohnung direkt mit einer kleinen Spontanparty einweihen. Um dieses schöne Gefühl zu unterstreichen, macht es Sinn, einige alte Gepflogenheiten des Umziehens zu überdenken. Sind die Umzugskartons aus Pappe wirklich die beste Lösung? Erleichtert ein (zweiter) Akkuschauber die Arbeit nicht doch deutlich? Und wie sieht es mit den Arbeiten vor und nach dem eigentlichen Umzug aus? Was solltet ihr beachten?

Wir denken, dass der Umzug besser und einfacher wird, wenn Sharing bei eurer Renovierung Einzug erhält. Ganz nebenbei gibt euch das Sharing noch ein besseres Gefühl. Nachhaltig heiß nicht ja nur, weniger Plastikmüll im Alltag zu verursachen. Auch in solchen besonderen Situationen könnt ihr etwas für die Umwelt tun. Der Geldbeutel wird es euch danken. Ich möchte euch ein paar Tipps und neue Möglichkeiten aufzeigen, mit denen ihr noch einfacher renoviert oder umzieht.

Welche Art Renovierung steht an?

Als erstes solltet ihr euch immer bewusst machen, wie groß die Renovierung wird und wie lange ihr in den neuen Räumen wohnen wollt. Lebt ihr zum Beispiel nur für zwei Jahre in einer WG und müsst das neu bezogene Zimmer etwas auf Vordermann bringen, macht es keinen Sinn, den besten Dielenboden zu verlegen oder eine ganz besondere Tapete an die Wand zu kleistern. Noch günstiger solltet ihr davonkommen, wenn ihr beim Auszug aus der alten Wohnung auszieht und eine saubere Wohnung für den Nachmieter hinterlassen sollt. Der wird wahrscheinlich eh selbst den Pinsel an der einen oder andere Stelle ansetzen. Auf der anderen Seite solltet ihr auch nicht am falschen Ende sparen, wenn ihr für viele Jahre in der neuen Wohnung bleiben wollt oder wenn ihr gar in Eigentum einzieht. Überlegt euch also, wie lange ihr die Wohnung nutzen werdet und welche Produkte ihr verwenden wollt.

Achja, ein kleines Starter-Kit solltet ihr immer dabeihaben. Auch wenn ihr als Helfer zu einem Umzug kommt, wird sich die/der Veranstalter/in sicherlich freuen, wenn ihr selbst gut ausgestattet seid:

Ein Paar Arbeitshandschuhe verhindern unnötige Schürfwunden an den Fingern und erleichtern das Tragen von Waschmaschine und Co. ungemein. Ein kleiner Akkuschrauber darf bei keinem Umzug fehlen. Noch schnell das letzte Regal auseinanderschrauben? Oder im neuen Zimmer erstmal ein Regal aufbauen, um den Kleinkram unterzustellen? Mit dem kleinen Alleskönner geht es ganz schnell. Auch Bleistift und Maßband braucht ihr eigentlich immer. Schnell noch die letzte Kiste beschriften oder ausmessen, ob das Regal wirklich an den vorgesehenen Platz kommt. So seid ihr immer auf der sicheren Seite.

Umzug allgemein – ohne Renovierung

Zieht ihr selber um, kommt ihr natürlich nicht mit den bisher genannten Utensilien aus. Wenn ihr euch Hilfe im Freundeskreis holt, sollte die Kiste Limo oder Bier auf keinen Fall fehlen. Auch Schnittchen haben noch nie geschadet. Das hält die Motivation bei allen hoch und die Helfer kommen auch dann wieder, wenn ihr wieder den Wohnort wechselt. Ganz wichtig sind natürlich die obligatorischen Umzugskartons. Bevor ihr in den Baumarkt rennt und euch 10 Stück zulegt, überlegt erst kurz ob ihr entweder Freunde habt, die noch welche im Keller liegen haben, oder ob ihr mal eine Alternative nutzen möchtet. Bei verschiedenen Anbietern könnt ihr mittlerweile Boxen für kurze Zeit mieten. Turtle Box zum Beispiel bietet Boxen zur Miete, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch wasserdicht, stapelbar und extrem stabil. Dazu könnt ich euch die passenden Rollwagen und Sackkarren direkt mitbestellen. Das erspart unnötiges schleppen.

Sind die Klamotten in der Wohnung untergebracht, sollten die ersten Möbel aufgestellt werden. Dazu benötigt ihr auf jeden Fall einen ordentlichen Werkzeugkoffer. Darin sollten verschiedene Zangen, ein Hammer und Schraubendreher, möglichst mit verschiedenen Aufsätzen, enthalten sein. Auch eine Wasserwaage darf nicht fehlen.

Um alle Sachen sauber und heile zur neuen Wohnung zu bringen, solltet ihr ein großes Fahrzeug zur Verfügung haben. Werdet ihr im Freundeskreis nicht fündig, gibt es eine Reihe verschiedener Angebote, einen kleinen Transporter zu mieten. Studenten können beispielsweise beim AstA nachfragen. Oft haben die Studierendenvertretungen eigene Bullis, die sie für „eine schmale Mark“ vermieten. Sollte das nicht der Fall sein, können Carsharing-Angebote Abhilfe schaffen. Cambio oder Stadtteilauto sind Sharing-Angebote, die auch Transporter vermieten. Sollte auch das nichts helfen, könnt ihr bei klassischen Autovermietungen anfragen. Hertz, Avis oder Sixt sollten in eurer Nähe das passende Fahrzeug im Angebot haben.

Was jetzt noch dazukommt, hängt ganz vom Umfang eurer Renovierung ab.

Auszug

Die schnellste Renovierung ist meist der Auszug aus der alten Wohnung oder dem alten Zimmer. Wenn ihr nur alles weiß streichen müsst, reichen eine große Rolle und zwei kleinere Pinsel meist schon aus. Die Decke müsst ihr in der Regel nicht unbedingt streichen, solange ihr sie vorher nicht farbig angemalt habt. Nichtsdestotrotz macht es Sinn zu überlegen, ob ihr einen Teleskopstab für die Rolle benötigt. Alles über 2 m Höhe ist auf Dauer sehr anstrengend. Das könnt ihr euch ersparen. Als Alternative könnt ihr über eine kleine Trittleiter nachdenken. Ich persönlich finde den Teleskoparm angenehmer.

Bevor ihr mit dem Streichen anfangt, müsst ihr aber auf jeden Fall noch schnell die Dübellöcher verschließen. Denkt daran, dass Silikon wasserabweisend ist. Die neue Farbe bleibt also nicht hängen und die Stellen sind nachher weiterhin zu erkennen. Etwas aufwendiger ist Gips, dafür seid ihr auf der sicheren Seite und der Vermieter hat keinen Grund, sich zu beschweren. Ein kleiner Tipp: Guckt in euren Mietvertrag: Sind die Schönheitsreparaturen gemäß Mietvertrag auf den Mieter abgewälzt, müsst ihr die Dübellöcher verschließen. Anderenfalls reicht es, die Dübel zu entfernen. Habt ihr das alles von vornherein beachtet, solltet ihr an einem Nachmittag alles erledigt haben.

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Sieht noch wild, aber mit genug Freunden und Zeit wird das schon

Streichen

Die alte Wohnung habt ihr sauber hinterlassen und der Transport ist auch geklärt. Jetzt geht es darum, die neuen Zimmer herzurichten und zu beziehen. Auch hier ist Vorbereitung die sprichwörtliche halbe Miete. Schaut euch vorher an, in welchem Zustand die Zimmer sind. Wenn die Wände aktuell bunt sind, macht es Sinn, etwas mehr Geld in deckende Farben zu investieren. Sonst streicht ihr doppelt und dreifach und bezahlt letztendlich das gleiche oder sogar mehr. Sind die Wände aber weiß und ihr werdet eh nur zwei Jahre bleiben, reicht auch die günstige Farbe. Guckt, dass ihr den Boden möglichst großflächig mit Maler-Folie auslegt und die Fußleisten, Türzargen und Heizkörper ordentlich abklebt. Auch das erspart am Ende des Tages viel Arbeit.

Achtet nun darauf, dass ihr genügend kleinere Pinsel oder kleine Farbrollen dabeihabt. Oft reichen schon eine oder zwei große Rollen für alle großen Flächen. Die Ecken sind die Bereiche, an denen ihr lange sitzt. Nach wenigen Stunden solltet ihr eine Wohnung gestrichen haben.

Und nun, ganz wichtig, heißt es „Ruhe bewahren!“. Ihr werdet nach dem ersten Anstrich immer fleckige Stellen entdecken. Die kommen aber oft nicht vom schlechten Streichen oder unsauberen Farben, sondern schlicht von der Feuchtigkeit der Farbe. Die Stellen, mit denen ihr begonnen habt, sind oft heller, als die letzte Wand. Große Flächen sind heller als die Ecken, die ihr mit dem kleinen Pinsel besonders genau überstrichen habt. Macht erstmal alle Fenster auf und wartet eine Stunde. Dann sollte die Farbe getrocknet sein und ein Großteil der Flecken ist wie von Geisterhand verschwunden. Findet ihr jetzt noch Stellen, die sich von der restlichen Wand absetzen, streicht kurz nach. Das kommt häufiger vor, wenn die Wand vorher eine dunkle Farbe hatte.

Möbel aufbauen

Alle Wände sind in den Wunschfarben gestrichen, die Möbel im Transporter und die Klamotten in den (nachhaltigen) Umzugskartons. Nun heißt es Schleppen und Aufbauen. Dabei kann etwas Musik die Stimmung heben. Es muss ja nicht das Makita-Baustellenradio sein, aber mit einer ganz kleinen Soundbox lässt sich auch keine ganze Wohnung unterhalten.

Vielleicht hat ja ein Freund eine ordentliche Bluetooth-Box zur Hand.

Besonders in den Wintermonaten kann es passieren, dass euch das Licht ausgeht: Der Vormieter hat alle Lampen mitgenommen und Deckenleuchten sind nicht die Dinge, die als erstes angebracht werden. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, vorher zu bedenken, wie ihr das Problem löst. Die Schreibtischlampe oder vielleicht eine Baustellenleuchte lassen euch auch im Winter bis in die Abendstunden vernünftig arbeiten.

Nachdem ihr jetzt ein optimales Arbeitsumfeld geschaffen habt, kann es losgehen. Die Freunde sind noch nicht weggelaufen? Super, denn „viele Hände, schnelles Ende!“ Oder in unserem Fall auch „viel Werkzeug, schnelles Ende!“. Mit einem Hammer, einem Schraubendreher und einer Zange bringen auch fünf Helfer nichts. Hier würde ich für je zwei Mitstreiter einen Akkuschrauber zur Verfügung stellen. Dazu mindestens einen, besser zwei vernünftige Werkzeugkoffer. So kann in einem Zimmer das Bett aufgestellt werden, während im anderen Zimmer das Regal an die Wand gehängt wird. Natürlich hat keiner von euch zwei voll ausgestattete Werkzeugkoffer oder drei Akkuschrauber zuhause. Auch da solltet ihr vorher überlegen, wie ihr euch gut ausrüsten könnt. Mama und Papa haben noch einiges im Keller, die Nachbarn beißen (meistens) nicht, wenn man um Hilfe fragt und vieles kann man auch für kurze Zeit im Baumarkt oder bei passenden Online-Anbietern mieten.

Und sollten euch so langsam die Getränke oder das Essen ausgehen, schaut doch nach, ob der Getränkelieferant und die Pizzeria auch zur neuen Wohnung liefern! In der Zwischenzeit sollten dann auch alle wichtigen Möbel aufgestellt sein und ihr könnt den fleißigen Helfern danken und sie in den „Feierabend“ verabschieden.

Die letzten Handgriffe sind dann wieder eure Aufgabe: Ihr wisst selbst am besten, wo die kleinen Dinge hingehören. So lieb es die Freunde oder die Familie auf meinen, am Ende stellt ihr die Deko doch lieber selbst auf. Auch eure Klamotten und Bücher könnt nur ihr einräumen. Und ganz nebenbei, ihr habt auch keine Lust, die Klamotten eurer Freunde in ihre Schränke zu räumen, oder?

Diese Aufgaben laufen ja auch nicht weg. Die Bücher müssen nach einer Woche noch nicht perfekt geordnet sein. Eine Wohnung braucht immer einige Wochen, bis sie so wichtig „wohnlich“ aussieht. Ihr müsst euch also nicht schlecht fühlen, wenn nach dem Wochenende nicht alles perfekt ist.

Zusammenfassung

Wie ihr seht, kann ein Umzug eine ganz entspannte Sache werden. Ihr müsst euch vorher nur einen Moment Zeit nehmen und einiges bedenken. Habt ihr aber einmal an alles gedacht, steht einem geregelten Umzug nichts im Wege. Schaut vorher, dass ihr hilfsbereite Freunde findet, die beim Schleppen und vielleicht auch beim Aufbau der Möbel helfen. Wenn ihr sie nett versorgt und ihnen das richtige Werkzeug an die Hand gebt, werden sie das auch gerne machen. Bohrmaschine, Hammer und Co. könnt ihr durch Werkzeug Sharing bei der Renovierung für kurze Zeit für wenig Geld für kurze Zeit gemietet werden. Macht euch beim Streichen nicht verrückt oder den Rücken kaputt, es gibt einfache Tricks, die das verhindern. Und ganz wichtig, macht euch nicht wahnsinnig. Kleine Dinge laufen immer schief und es fällt auch die Kiste mit den Weingläsern was runter. Das ist kein Weltuntergang. Eine neue Wohnung kann auch neue Gläser vertragen.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg beim Umzug! Und ganz viel Spaß! Lies dir auch meinen anderen Artikel ueber die Sharing Economy durch wenn du magst!

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